Umwelt und Klima

Mit durchschnittlich 3800 Sonnenstunden pro Jahr, großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht und einer langen frostfreien Zeit sind die wichtigsten Bedingungen für perfektes Wachstum der Weintrauben erfüllt. Zum Vergleich: Deutschland hat im Jahresdurchschnitt knapp 1800 Sonnenstunden; in ganz Europa verfügen nur Nicosia (Zypern) und Sevilla (Spanien) über mehr als 3200 Stunden Sonnenschein.

Der relative Mangel an Niederschlag in der Wüste kann durch künstliche Bewässerung behoben werden. Das gesamte Ordos-Plateau mit den Wüsten Kabuqi und Mu Us liegt in einer großen Schleife des Gelben Flusses mit ausreichendem Grundwasser. Auch die westlich des Flusses gelegene Wüste Ulanbuh kann teilweise so bewässert werden. Das Chateau Hansen verwendet präzise Tröpfchenbewässerungstechnik aus Israel.

Anfangs waren allerdings starker Wind und gelegentliche Sandstürme eine ernste Herausforderung. In den ersten Jahren der Versuchsanpflanzung von Wüstentrauben wurden die jungen Reben durch Wind und Sand immer wieder umgeworfen und starben ab, so dass sie immer wieder neu gepflanzt werden mussten. Hansen entwickelte ein Weinpflanzmodell, bei dem gleicher Schwerpunkt auf Sandkontrolle und auf die Zwischenpflanzung von Trauben und Weiden gelegt wird.

Auf dem sandigen Land wurden zunächst Bäume und Sträucher mit guter Anpassungsfähigkeit gepflanzt und so ein Netz aus Windschutzwäldern aufgebaut. Dann wurden „Graskämme“ mit Psammophyten und Weiden gebaut, die eine winddichte und sandbindende Wirkung haben und ein Pflanzmuster bilden, das „Wald und Gras“ in eine geeignete Mikroumgebung kombiniert.

Wüstenwein