Wüstenwein

Schon vor 1500 Jahren wurde Wein aus der Wüste Negev nach Mitteleuropa importiert und galt als berühmte Köstlichkeit und der beste Wein der Byzantiner.

Weinbau in der Wüste war immer schon und ist auch heute noch schwierig, teuer und riskant, bringt dafür aber auch besondere Weine hervor. Hauptgrund dafür ist die sehr lange Sonnenscheindauer und die durch künstliche Bewässerung genau steuerbare Wasserzufuhr. Für organischen Anbau mindestens ebenso wichtig ist es, dass Wüstenböden in der Regel völlig schadstofffrei sind, weil sie nie industriell genutzt wurden. Außerdem gibt es aufgrund der Trockenheit an den Weinreben keine Pilzkrankheiten oder andere Schädlinge, insofern kann auf Pestizide verzichtet werden.

Die Sandböden der Wüsten Kubuqi und Ulanbuh sind im Holozän entstanden und haben einen hohen Quarzanteil. Unter der sandigen Oberfläche der Kubuqi-Wüste befinden sich fossile Böden. Die hier angebauten Trauben ergeben einen besonders eleganten, weichen, duftigen und säurearmen Wein.

 

Organischer Anbau